Autor: TERTIA
Datum: 22.05.2005


Vor Jahren hat meine damalige Tagesschwester mir immer von ihrem besten Freund "pepsi" erz¦hlt. Ich war so genervt davon, dass ich ihr irgendwann geschworen hab, dem Typ den Hals umzudrehen, sollte ich ihn je zu Gesicht bekommen. Nun, da viele Jahre vergangen sind, hab ich das alles schon fast vergessen gehabt, jedenfalls bis zu dem Tag als ich ein Vorstellungsgespr¦ch hatte. Ich hatte gerade die Zusage bekommen und war mit meinem Onkel im Zug auf dem Nachhauseweg, als ich lautstark darber nachdachte, was wohl passieren wrde, wenn ich die Notbremse nun ziehen wrde. Nach ein paar Minuten mischte sich der Typ, der schr¦g gegenber sa￟, ein und erz¦hlte, dass er dies schonmal gemacht hatte. Irgendwas, war total interessant an diesem Jungen. Insgeheim bedauerte ich, dass ich zu schchtern war, um ihn nach seiner Nummer zu fragen. Wenige Augenblicke vergingen noch, dann hielt der Zug. Als mein Onkel und ich gerade beim aussteigen waren, drckte mir der Junge sehr hastig ein kleines Zettelchen in die Hand und sagte: Hier, nimm das mal mit." Zu Hause angekommen, las ich dann die Nummer und fing an zu berlegen, ob ich mich wirklich melden sollte. Trotz dass ich zu diesem Zeitpunkt eigentlich einen Freund hatte, der sehr eiferschtig war, rief ich an. Ab dem ersten Telefonat verstanden wir uns super. Wir wurden gute Freunde und telefonierten beinahe t¦glich mehrere Stunden. Er war der Einzige dem ich alles anvertrauen konnte, der mich verstand, in jeder Situation fr mich da war. Jedoch kannten wir uns nur vom telefonieren. Alles was wir voneinander hatten, war eine tiefe Freundschaft, eine blasse erinnerung an das bild im Zug und unsere Stimmen. Wenige Monate sp¦ter, hatte er dann beruflich mit einem Lehrgang ganz in meiner N¦he zu tun und wir beschlossen uns zu treffen. Jeden Tag in dieser Woche, sollte er zu mir kommen. Die ersten beiden Tage verliefen ganz normal, wir verstanden uns sogar noch besser als am Telefon. Am dritten Tag dann wunderte ich mich darber, dass ich mich schon richtig auf seinen Besuch freute. Ich machte mir nichts weiter daraus und hielt das fr normal. Am n¦chsten Tag jedoch, erwischte ich mich dabei, wie ich den ganzen Tag ber auf die Uhr sah und die Stunden z¦hlte bis er da sein wrde. Schlagartig wurde mir dann klar, dass ich mich wohl in ihn verliebt hatte.Mir wurde klar, warum mir in seiner Gegenwart hei￟ und kalt wurde und warum mir das Herz h￶her schlug wenn ich in diese sch￶nen dunkelbraunen augen sah. Ich versuchte diese Gefhle zu verdr¦ngen, was allerdings in dem kl¦glichen versuch scheiterte. Samstags dann, als er l¦nger Zeit hatte, war er sehr nachdenklich.Die Tage vorher hatte er mich oft in den Arm genommen, mich gekitzelt, mich oft berhrt...Und auf einmal, war er nur still. Ich fragte ihn, was mit ihm los sei.Zun¦chst wollte er mir nichts sagen, jedoch nach langem bohren und betteln, gestand er mir dann zu meiner ᅵberraschung, dass er fr mich mehr empfindet als blo￟ die gute Freundschaft.Das Ergebnis davon war, dass aus meinem damaligen Partner mein EX wurde und die neu entdeckte Liebe nun freie Bahn hatte. Wir trafen uns oft und redeten noch mehr als zuvor miteinander.Dann irgendwann, ich war zu ihm nach Hause eingeladen, lagen wir in seinem Zimmer auf seinem Sofa rum und redeten kaum, als er dann irgendwann fragte: sag mal..was willst DU nun eigentlich? " Ich konnte ihm nur antworten, dass ich schon gern mit ihm zusammen sein m￶chte. Daraufhin verbrachten wir zun¦chst einige Zeit mit reden ber Vorstellungen usw. Das Gespr¦ch entwickelte sich immer mehr in Richtung beziehung, und nach 8 stunden reden und schchterner Zurckhaltung war es endlich soweit, wir trauten uns uns den allerersten Kuss zu geben. Ein Moment den ich nie vergessen werde, denn nie schlug mein Herz so hoch wie in diesem Moment. Wir waren nun also zusammen. Das wochenende darauf, war ich wieder bei ihm zu Hause, als er mir einen alten Kalender aus der Zeit zeigte, als er noch in einer Kindertagesgruppe war. Auf einem Bild erkannte ich pl￶tzlich meine Tagesschwester arm in arm mit ihm. Sofort sagte ich: Hey, das ist meine kleine Yvonne, ich wusste garnicht, dass du sie kennst!" Daraufhin sagte er: Doch, wir waren die allerbesten freunde damals" und dann sagte er weiter: "sagt dir vielleicht der Name PEPSI etwas?" Ich staunte nicht schlecht, als ich erfuhr, dass mein Schatz, der Junge war, dem ich eigentlich den Hals umdrehen wollte, was ich dann aber nicht tat*gg* Seit dem Tag sind wir unzertrennlich und werden es hoffentlich immer bleiben. Diese Geschichte ist tats¦chlich passiert, nix erfunden.Tja...mann soll nie aufh￶ren, an den Traumprinzen und das ganz eigene Cinderellam¦rchen zu glauben...

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