DER ANFANG
Unsere Geschichte begann im Mai 2000... Es war an einem sehr warmen Tag im Mai 2000, als ich nach der Schule nichts Besseres zu tun hatte als mich vor meinen PC zu setzen und mein neues Hobby auszuben.
Ich hatte meinen ersten PC gerade mal ein knappes halbes Jahr und war froh, dass ich damit schon so weit umgehen konnte, dass ich chatten konnte. Ich ging mit meinem Nick ,,StephanieMcMahonfromGreenwichCモin meinen neuen Stammchat, wo ich gleich schon einige neue モGesichterモ entdeckte.
Doch ich hatte noch kein einziges Wort geschrieben, da schrieb einer mit dem Namen ,,SanJoseSharksモ (den ich zuvor auch noch nie dort gesehen hatte) pltzlich: トNein, ich will nicht dich, ich will Stephanie!モ, womit er soメne nervende Tussi abschtteln wollte.
Dies war also zusagen der erste Anmach-Spruch. *g* Ich war jedenfalls ganz durcheinander und habe irgendeinen Kommentar dazu abgelassen, woraufhin wir dann ins Gespr¦ch kamen und uns auch bald in einen eigenen Raum zurckzogen.
Wir waren uns auf anhieb so sympathisch, dass wir von nun an fast jeden Tag miteinander chatteten. Es war immer sehr schn und eines Tages bemerkte ich sogar, wie ich kurz vor unserem Chat-Termin hllische Bauchschmerzen bekam, und es dafr eigentlich keine natrlich Erkl¦rung gab. ;) Da hab ich mich dann schon sehr gewundert, hab mich aber eigentlich nicht weiter damit besch¦ftigt.
Doch als ich an einem Abend einem guten Freund aus dem Chat einen netten Chat-Abend mit ihm FᅵR SANJOSESHARKS (naja, mittlerweile hatte er sich in ,,Sanモ umbenannt und ich mich in ,,Blume01モ) abgesagt habe, da wusste ich, dass da irgendwas mit mir nicht stimmen konnte.
Tagelang habe ich mich gefragt, ob da von meiner Seite mehr sein knnte... einerseits hatte ich schon das Gefhl als ob es so w¦re, aber andererseits wollte ich es mir auch nicht eingestehen, da ich nicht wusste, zu was das Ganze fhren wrde. Empfindet er das selbe fr mich? Wrde das alles unsere ,,Freundschaftモ zerstren? Wahrscheinlich w¦r nichts mehr so wie vorher...! Kann so was berhaupt klappen? Und kann man so eine Beziehung berhaupt ernst nehmen und ernsthaft LEBEN? W¦re das berhaupt eine richtige Beziehung? Diese und viele viele Fragen mehr, gingen mir durch den Kopf.
Doch an einem Abend, es war der 15.6.2000, da kam es dann soweit, dass ich ihm gestand, mich in ihn verliebt zu haben.
Doch eine Sekunde, nachdem ich diese Nachricht in die unendlichen weiten des Internets losgeschickt hatte und sie schlielich auf seinem Bildschirm erschien, hatte ich es auch schon wieder bereut. Mein Herz klopfte wie verrckt und ich sagte zu mir selbst: ,,Du musst bescheuert sein!モ
Aufgeregt erwartete ich seine Antwort. Doch anstatt mich auszulachen oder diesen berhmten Satz zu sagen: ,,Tut mir Leid, mir geht es nicht so, aber lass uns Freunde bleiben, ok?!モ, kam etwas, dass ich nie erwartet h¦tte.
Er sagte n¦mlich, dass es ihm genauso ginge. Da war ich platt. Und sprachlos. Ich hab mindestens fnfmal nachgefragt: ,,Echt?モ und ob er es denn auch wirklich so meint. Er meinte es wirklich so. Wie schn!
Mein Herz machte Luftsprnge und ich wusste gar nicht, wie mir geschieht. Ich konnte an diesem Abend kaum einschlafen und der n¦chste Tag bestand mal wieder nur aus einem ewig langen Warten auf den Abend, aufメs Chatten.
Dummerweise konnte ich mir die Frage nicht beantworten, ob das nur einfache Gest¦ndnisse waren, die wir uns am Vorabend gemacht hatten, oder ob wir nun ,,zusammen warenモ, was auch immer das in so einer Situation heien mag.
Also fragte ich ihn einfach, auch wenn es irgendwie peinlich war. Er fragte mich, was ich denn meine und ich sagte ich wsste es nicht. Das Ganze war wirklich eine dumme Situation, aber irgendwie haben wir dann ,,beschlossenモ, dass wir nun zusammen sind, obwohl wir da noch nicht wussten, was das fr unsere Zukunft bedeuten wrde....
WIE ES WEITERGING
In den n¦chsten Tagen haben wir dann sogar das erste Mal telefoniert und ich war hin und weg von seiner Stimme. Ich war jedes Mal total aufgeregt und hab kein Wort herausbekommen, aber ihm ging es ganz genauso. Fr mich hat er sogar seinen ,,badischen Dialektモ abgelegt, w¦hrend wir telefoniert haben, und hochdeutsch geredet.
Die Telefonate waren immer total schn, nur leider ist dafr fast mein ganzes Konfirmationsgeld weggegangen *grrr*. Naja, was sollメs?! Es war ja fr einen guten Zweck...!
Sp¦ter hat er mir sogar ein Foto per Internet von sich geschickt, doch ich hatte mich kaum getraut, es zu ffnen. Aber dann tat ich es doch. Leider war es keine soo tolle Aufnahme, weshalb man nicht allzu viel erkennen konnte. Aber das, was man sah, hat mir schon gefallen. Er kam mir zwar etwas jung vor auf dem Foto; schlielich hatte er mir ja gesagt, er sei gerade im Mai 20 geworden, aber das machte ja nichts.
Zumindest hatte er mir ein Foto geschickt, wozu ICH leider nicht in der Lage war. Naja, M¦dchen haben ja immer ein paar Minderwertigkeitskomplexe, was ihr aussehen betrifft und deshalb hab ich mich einfach nicht getraut. Aber es war ok fr ihn. Gott sei Dank...!
Trotzdem wollte er es sich nicht nehmen lassen, mich doch einmal zu sehen und ich wollte ihn natrlich auch mal treffen. Naja, wenn man zusammen ist, sollte man sich ja doch schon mal irgendwie gesehen haben oder? *g* Also beschlossen wir, uns zu treffen. Blo wie?
Ich war gerade mal 14, hatte kein Geld (zu viel telefoniert... *schnief*) und erst recht keinen Fhrerschein.
Da er auch keinen Fhrerschein hatte, mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen. Meine Mutter war zwar nicht allzu begeistert von meinem Vorhaben und sie war auch noch nicht so 100%ig berzeugt von unserer Beziehung, aber da sie in diesem Sommer mit meinem Vater nach Spanien fahren wollte, konnte sie mich ja gleich mal im Schwarzwald absetzen! *g*
Ich musste ihr dann aber doch noch versprechen, dass sie sich Stefan (ja, so heit er) erst einmal anschaut und dann entscheidet, ob ich bei ihm bleiben darf oder nicht. Doch weil er noch bei seinen Eltern wohnte, entschied meine Mutter, dass ich dort bleiben durfte.
DIE ERSTEN GEMEINSAMEN TAGE
Der erste Tag war eine absolute Pleite. Zwar verstanden wir uns sehr gut und wir haben uns auch sehr viel miteinander unterhalten, doch es passierte rein gar nichts.
Nicht dass ich hier von Sex spreche, aber nicht einmal eine Umarmung (auer bei der Begrung) oder ein Kuss sind drin gewesen.
Nur als ich dann abends in ,,mein Zimmerモ ging, umarmte ich ihn noch einmal, doch es war wirklich nur eine Umarmung von meiner Seite aus und ich fhlte mich absolut beschissen dabei.
Ich habe noch lange nachgedacht, als ich meinem Bett lag. Ich hatte das Gefhl, dass das alles ein riesengroer Reinfall war und ich unsere Beziehung vergessen knnte, da es anscheinend nicht so wirklich zwischen uns klappte.
Doch der n¦chste Tag trstete ber alles hinweg. Die ersten Berhrungen, streicheln und der erste Kuss folgten. Aber auch nur, weil ICH die Initiative ergriffen habe. Jedenfalls hatten wir beide tausende Schmetterlinge im Bauch und wussten: Ja, das ist es! Von da an haben wir die Ferien richtig genossen, das Eis war gebrochen, wir konnten unsere Liebe, zu der sich unser Verliebtsein mittlerweile entwickelt hatte, richtig ausleben.
Eines Abends berreichte mir mein Schatz sogar einen Ring, den er extra fr mich gekauft hatte, mit der Inschrift: Mein Herz gehrt Stefan 15.6.00 Er hatte natrlich auch einen mit der selben Inschrift, nur dass bei ihm nicht ,,Stefanモ steht, sondern ,,Ninaモ. :)
Dies war der Beginn einer einzigartigen Liebe, einer wundervollen Beziehung und dem schnsten Kapitel unseres Lebens.
HEUTE
Mittlerweile sind wir schon 3 ᄑ Jahre zusammen und haben uns aufgrund dessen und natrlich auch aufgrund unserer anhaltenden Liebe und gut funktionierenden Fernbeziehung ber knapp 850 km am 27. Juli 2003 in Baden-Baden verlobt.
In ein paar Jahren wollen wir dann natrlich zusammen ziehen, heiraten und eine Familie grnden, aber das hat natrlich noch etwas Zeit, schlielich wollen wir uns beide auch noch etwas auf die Schule konzentrieren.
Unter Beziehung verstehen wir auf physischer Basis im Moment unsere t¦glichen Telefonate, Chatten, ab und zu mal ne Postkarte und Pakete schicken und natrlich SMS schreiben.
Is zwar sehr anstrengend, aber es ist ja nicht fr ewig! Und wenn man nicht fr die Liebe k¦mpfen sollte, fr was denn dann???
Nina
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